BOLZ INTEC GmbH

Fässer, Trichter, Druckbehälter & Sonderkonstruktionen aus Edelstahl

ATEX-Behälter aus Edelstahl für Gas- und Staub-Ex-Zonen

Edelstahlbehälter für explosionsgefährdete Bereiche – passive Transport- & Prozessbehälter, Behälterlösungen mit aktiven Komponenten wie Rührwerken & Sensorik und Behälter mit Druckgeräteauslegung

Explosionsschutz in der Prozessindustrie

Anforderungen an ATEX-Behälter aus Edelstahl

Beim Befüllen, Entleeren, Rühren oder Bewegen eines Behälters können elektrostatische Ladungen entstehen. Treffen diese auf eine explosionsfähige Atmosphäre, kann bereits eine ausreichend starke Entladung eine Zündquelle darstellen. Die Eignung eines Behälters für einen explosionsgefährdeten Bereich hängt deshalb nicht nur vom Werkstoff ab. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus:

  • Medium und Produkteigenschaften,
  • Gas- oder Staubatmosphäre,
  • Zoneneinteilung innerhalb und außerhalb des Behälters,
  • Erdung und Potenzialausgleich,
  • Gestell, Rollen und Handhabung,
  • Dichtungen und isolierenden Bauteilen,
  • Befüllung, Entleerung und Strömungsverhältnissen,
  • Rührwerk, Sensorik und weiteren aktiven Komponenten,
  • Druck und Temperatur,
  • Einbindung in die Gesamtanlage.

BOLZ INTEC berücksichtigt diese Anforderungen bei der konstruktiven Auslegung und stimmt Werkstoff, Behältergeometrie, Ausstattung und Dokumentation auf die Kundenspezifikation ab.

BOLZ INTEC Mobiler Ruehrwerksbehaelter mit konischem Boden beheizbar
Richtlinien & Zoneneinteilung

Was bedeutet ATEX bei Edelstahlbehältern?

ATEX steht für „ATmosphères EXplosibles“ und bezeichnet zwei europäische Richtlinien: Die ATEX-Richtlinie 2014/34/EU regelt Geräte und Schutzsysteme für explosionsgefährdete Bereiche, die Betriebsrichtlinie 1999/92/EG die Pflichten des Betreibers – darunter die Zoneneinteilung:

Zone (Gas)Zone (Staub)Explosionsfähige AtmosphäreGerätekategorie
Zone 0Zone 20ständig oder langzeitig vorhandenKategorie 1
Zone 1Zone 21gelegentlich im NormalbetriebKategorie 2
Zone 2Zone 22selten und kurzzeitigKategorie 3

Die Zuordnung der Gerätekategorien dient der grundlegenden Orientierung. Für die Auswahl konkreter Komponenten sind zusätzlich unter anderem Gerätegruppe, Gas- beziehungsweise Staubgruppe, Temperaturklasse beziehungsweise maximale Oberflächentemperatur und die tatsächliche Einsatzumgebung zu berücksichtigen.

Passive Edelstahlbehälter

Ein passiver Edelstahlbehälter ohne eigene potenzielle Zündquelle ist im Regelfall kein Gerät im Sinne der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU. Er benötigt daher nicht automatisch eine eigene ATEX-Zertifizierung.

Für den Einsatz in einer Ex-Zone muss er dennoch entsprechend der vorgesehenen Anwendung ausgeführt sein. Dazu gehören insbesondere eine durchgängige Ableitfähigkeit, die Einbindung in den Potenzialausgleich und die Vermeidung ungeeigneter beziehungsweise zündfähiger Anbauteile.

Behälter mit aktiven Komponenten

Werden Rührwerksantriebe, Sensoren, Heizungen oder andere aktive Komponenten integriert, kann eine Gerätekombination entstehen. Die eingesetzten Komponenten und deren Kennzeichnung müssen dann zur festgelegten Zone und Gerätekategorie passen.

Verbindung mit der Druckgeräterichtlinie

Wird der Behälter zusätzlich unter Überdruck betrieben, kann neben den Anforderungen des Explosionsschutzes die Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU anzuwenden sein. Die Zuordnung zur Fluidgruppe und die weitere Einstufung erfolgen anhand des konkreten Mediums und der vorgesehenen Betriebsbedingungen.

BOLZ INTEC stimmt die drucktechnische und explosionsschutzbezogene Auslegung auf die konkreten Betriebsdaten ab.

Betreiberangaben als Auslegungsgrundlage

Zoneneinteilung & Verantwortlichkeiten im ATEX-Projekt

Die Zoneneinteilung des Produktionsbereichs gehört zu den Aufgaben des Betreibers. Sie basiert auf der Gefährdungsbeurteilung und wird im Explosionsschutzdokument festgehalten.

Für die Behälterauslegung stellt der Betreiber beziehungsweise Anlagenplaner unter anderem folgende Informationen bereit:

  • vorgesehene Gas- oder Staub-Ex-Zone,
  • Zoneneinteilung innerhalb und außerhalb des Behälters,
  • Stoffdaten und sicherheitstechnische Kenngrößen des Mediums,
  • Temperatur- und Druckverhältnisse,
  • Art der Befüllung und Entleerung,
  • vorgesehene Bewegung oder Aufstellung des Behälters,
  • vorhandenes Erdungs- und Potenzialausgleichskonzept,
  • einzubindende Antriebe, Sensoren und Anbauteile,
  • Schnittstellen zur übergeordneten Anlage,
  • geforderte Prüfungen und Dokumentationsunterlagen.

BOLZ INTEC überführt diese Vorgaben in die konstruktive Ausführung des Behälters und stimmt die Behälterlösung mit dem Betreiber, Anlagenbauer oder Engineering-Partner ab.

Vom Transportgebinde bis zur Prozesslösung

Welche ATEX-Behälter fertigt BOLZ INTEC?

Ableitfähige Transportbehälter

Mobile Edelstahlbehälter und Edelstahlfässer für den innerbetrieblichen Transport brennbarer Medien können mit Erdungsanschlüssen sowie geeigneten Gestellen, Rollen und Handhabungselementen ausgeführt werden.

Ansatz- & Prozessbehälter

Ansatz- und Prozessbehälter werden entsprechend dem Medium, der Prozessaufgabe, der Ex-Zone und den Anforderungen an Befüllung, Entleerung und Reinigung konstruiert.

ATEX-Rührwerksbehälter

Rührwerksbehälter können mit einer geeigneten Rührwerksvorbereitung oder mit projektspezifisch abgestimmten Ex-Komponenten ausgeführt werden. Neben dem Antrieb werden dabei unter anderem Rührorgan, Drehzahl, Dichtkonzept und elektrische Einbindung berücksichtigt.

Druckbehälter für Ex-Bereiche

Bei Prozessen mit Überdruck und brennbaren Medien werden Explosionsschutz und Druckgeräteauslegung gemeinsam betrachtet. Der Druckbereich, die Fluidgruppe, die Temperatur und die vorgesehene Verwendung bestimmen die konkrete Ausführung.

Behälter für brennbare Pulver & Schüttgüter

Bei Pulvern und Schüttgütern sind neben der Staub-Ex-Zone unter anderem das Fließverhalten, die Staubentwicklung, die Restentleerung und die Vermeidung elektrostatischer Aufladung zu berücksichtigen.

Kundenspezifische Sonderkonstruktionen

Wenn Standardbauformen nicht zur Anwendung passen, entwickelt BOLZ INTEC individuelle Behälter, Apparate und Komponenten entsprechend der technischen Spezifikation.
Technische Angaben für die Konstruktion

Welche Daten werden für die Auslegung eines ATEX-Behälters benötigt?

Die Auslegung beginnt mit der Erfassung der Betriebs-, Stoff- und Prozessdaten. Je vollständiger diese Angaben vorliegen, desto zielgerichteter können Behälter, Ausstattung und Dokumentation festgelegt werden.

Medium & Stoffeigenschaften

Erforderlich sind Angaben zu den verarbeiteten Gasen, Dämpfen, Flüssigkeiten, Pulvern oder Stäuben sowie zu relevanten sicherheitstechnischen Kennwerten.

Ex-Zonen innen & außen

Die Zoneneinteilung muss für das Innere des Behälters und seine äußere Umgebung getrennt angegeben werden.

Prozess & Behälterfunktion

Zu klären ist, ob der Behälter dem Transport, der Lagerung, dem Mischen, dem Dosieren, dem Temperieren oder einer anderen Prozessaufgabe dient.

Druck & Temperatur

Betriebsdruck, zulässiger Druck, Vakuum, Betriebstemperatur und mögliche Temperaturwechsel beeinflussen Konstruktion und Regelwerkszuordnung.

Befüllung & Entleerung

Befüllgeschwindigkeit, Einlaufgeometrie, Auslauf, Strömung und Produktbewegung können sich auf die elektrostatische Aufladung und das Erdungskonzept auswirken.

Mobile oder stationäre Aufstellung

Bei mobilen Behältern müssen Rollen, Fahrgestelle, Kontaktflächen und Erdungsanschlüsse in das Ableitungskonzept einbezogen werden.

Aktive Komponenten

Rührwerke, Sensoren, Ventile, Heizungen und weitere Komponenten müssen entsprechend der festgelegten Zone ausgewählt und eingebunden werden.

Reinigungsanforderungen

Reinigungsverfahren und Reinigungschemie beeinflussen Werkstoff, Dichtungen, Oberfläche und konstruktive Zugänglichkeit.

Dokumentationsumfang

Benötigte Werkstoffnachweise, Prüfprotokolle, Zeichnungen, Konformitätsunterlagen & kundenspezifische Dokumentationsvorgaben sollten zu Projektbeginn festgelegt werden.

Ausstattung nach Ex-Zone und Prozess

Technische Ausführungen & Optionen für ATEX-Behälter

Die Ausstattung wird nicht pauschal festgelegt, sondern anhand der Zoneneinteilung, des Mediums, der Behälterfunktion und der Einbindung in die Anlage ausgewählt. Mögliche Ausführungen und Komponenten sind unter anderem:

Erdungsanschlüsse

Definierte Anschlusspunkte ermöglichen die Einbindung des Behälters in den betrieblichen Potenzialausgleich.

Ableitfähige Gestelle & Rollen

Bei mobilen Behältern müssen Behälterkörper, Fahrgestell und Rollen einen geeigneten Ableitpfad bilden.

Geeignete Dichtungen

Dichtungswerkstoff und konstruktive Einbindung werden auf Medium, Reinigung und das erforderliche Ableitungskonzept abgestimmt.

Ex-geeignete Rührwerksantriebe

Antrieb, Rührwerk, Kupplung & weitere Komponenten werden entsprechend der vorgesehenen Zone & Gerätekategorie ausgewählt.

Sensorik & Prozesskomponenten

Füllstand-, Druck- & Temperatursensoren sowie weitere elektrische Komponenten müssen für die vorgesehene Ex-Zone geeignet sein.

Anschlüsse & Ventile

Stutzen, Armaturen, Ein- und Ausläufe werden passend zu Medium, Prozess, Erdung und Anlagenanschluss ausgeführt.

Drucktragende Ausführung

Bei drucktragenden ATEX-Behältern werden die Anforderungen der Druckgeräterichtlinie und des Explosionsschutzes projektspezifisch zusammengeführt.

Heiz- & Kühlfunktionen

Doppelmantel, Heiz- oder Kühlkanäle und weitere Temperierlösungen können entsprechend der technischen Anforderungen vorgesehen werden.

Schaugläser, Deckel & Zugangsöffnungen

Deckel, Mann- oder Handlöcher & Schaugläser werden auf Behälterfunktion, Druckverhältnisse & Ex-Anforderungen abgestimmt.

Kennzeichnung

Die erforderliche Kennzeichnung richtet sich nach der Einordnung des Behälters und der eingebauten Komponenten.
Werkstoff nach Medium & Prozess

Werkstoffe für ATEX-gerechte Behälter

1.4404 (AISI 316L)

Austenitischer Edelstahl mit guter Korrosionsbeständigkeit und breiter industrieller Einsetzbarkeit. 1.4404 eignet sich für viele Behälterlösungen in Pharma, Kosmetik, Chemie und angrenzenden hygienischen Anwendungen.

1.4435 (AISI 316L)

Hochwertiger austenitischer Edelstahl mit erhöhtem Molybdängehalt und niedrigem Ferritanteil. 1.4435 wird häufig für anspruchsvolle produktberührende Anwendungen eingesetzt, bei denen Reinigbarkeit, Oberflächenqualität und Beständigkeit besonders wichtig sind.

1.4571 (AISI 316Ti)

Titanstabilisierter Edelstahl für Anwendungen mit erhöhter thermischer oder chemischer Beanspruchung. 1.4571 kann je nach Medium und Prozessumgebung eine geeignete Werkstoffoption für robuste Behälter sein.

2.4602 Hastelloy C22

Für besonders korrosive, aggressive oder anspruchsvolle Medien können je nach Spezifikation Sonderwerkstoffe wie Hastelloy C22 eingesetzt werden

Weitere Werkstoffe

Weitere Edelstähle und Sonderwerkstoffe werden entsprechend der Kundenspezifikation und den konkreten Betriebsbedingungen geprüft.

Oberflächen für Edelstahlbehälter ATEX nach Prozessanforderung

Schleifen, Elektropolieren & OGF® bei ATEX-Behältern

Neben Explosionsschutz und Ableitfähigkeit kann die Oberflächenqualität für Reinigung, Restentleerung und Produktwechsel entscheidend sein. Dies gilt insbesondere für ATEX-Behälter in Pharma, Kosmetik, Nahrungsergänzung und Spezialchemie. Je nach Werkstoff, Medium und Prozess sind unter anderem möglich:

  • walzblanke Oberflächen,
  • gebürstete oder geschliffene Oberflächen,
  • elektropolierte Oberflächen,
  • OGF®-optimierte produktberührende Oberflächen.

Optimized Grind Finishing® reduziert die Anhaftung von Partikeln und Produktrückständen an produktberührenden Edelstahloberflächen. Dadurch kann das Verfahren die Restentleerung und die anschließende Reinigung unterstützen.

Die Eignung und erreichbare Oberflächenqualität werden anhand von Werkstoff, Geometrie und Behälterausführung geprüft.

Nachweise passend zur Behälterausführung

Prüfung & Dokumentation von ATEX-Behältern

Der erforderliche Prüf- und Dokumentationsumfang wird anhand der konkreten Konstruktion, der eingebauten Komponenten, der Zoneneinteilung und der anzuwendenden Regelwerke festgelegt. Möglich sind unter anderem:

Werkstoffnachweise

Werkstoffzeugnisse nach DIN EN 10204 dokumentieren die eingesetzten Werkstoffe entsprechend der vereinbarten Spezifikation.

Konstruktionsunterlagen

Zeichnungen, Stücklisten und technische Spezifikationen beschreiben Aufbau und Ausstattung des Behälters.

Nachweise betreffend Erdung & Ableitfähigkeit

Für das Erdungs- & Potenzialausgleichskonzept relevante Eigenschaften können entsprechend der vereinbarten Anforderungen geprüft und dokumentiert werden.

Unterlagen zu Ex-Komponenten

Kennzeichnungen, Herstellerunterlagen und Konformitätsdokumente der eingesetzten aktiven Komponenten werden entsprechend dem Projektumfang zusammengestellt.

Schweiß- & Fertigungsdokumentation

Qualifikationen, Verfahrensnachweise und Fertigungsunterlagen können entsprechend der Kundenspezifikation bereitgestellt werden.

Druckgeräteunterlagen

Bei drucktragenden Behältern kommen die für die Einstufung und Konformitätsbewertung erforderlichen Berechnungen, Prüfungen und Dokumente hinzu.

Prüfprotokolle

Abhängig von Ausführung & Anforderung können unter anderem Sicht-, Dichtheits-, Druck-, Oberflächen- und weitere projektspezifische Prüfungen dokumentiert werden.

Konformitätsunterlagen

Ob eine Konformitätserklärung für den Behälter oder eine Gerätekombination erforderlich ist, ergibt sich aus der konkreten Ausführung und dem anzuwendenden Regelwerk.

Behälterbau seit 1919

Warum BOLZ INTEC für ATEX-Behälter?

Kundenspezifische Konstruktion

Behältergeometrie, Erdung, Anschlüsse, aktive Komponenten und Dokumentation werden entsprechend der Anwendung und der festgelegten Ex-Zone ausgeführt.

Edelstahl & Sonderwerkstoffe

BOLZ INTEC verarbeitet verschiedene Edelstähle sowie ausgewählte Sonderwerkstoffe für chemisch und technisch anspruchsvolle Anwendungen.

Druckbehälterkompetenz

Explosionsschutz und Druckgeräteauslegung können bei drucktragenden Behältern in einem gemeinsamen Projekt berücksichtigt werden.

Rührwerks- & Prozessbehälter

Neben passiven Transportbehältern fertigt BOLZ INTEC auch kundenspezifische Prozess- und Rührwerksbehälter mit projektspezifisch ausgewählten Komponenten.

Eigene Oberflächenbearbeitung

Mechanisches Schleifen, Elektropolieren und OGF® ermöglichen definierte Oberflächen für reinigungs- und qualitätskritische Prozesse.

Einzelstücke & Kleinserien

Individuelle Behälter können als Einzelanfertigung oder in reproduzierbaren Kleinserien gefertigt werden.

Rückverfolgbare Fertigung

Das Qualitätsmanagement und dokumentierte Fertigungsprozesse unterstützen die Rückverfolgbarkeit von Werkstoffen und Bearbeitungsschritten.

Zertifizierte Qualität

BOLZ INTEC verfügt über etablierte Qualitäts-, Schweiß- und Druckgerätezertifizierungen für die Fertigung anspruchsvoller Edelstahlbehälter.

Von den Betriebsdaten zum fertigen Behälter

Ablauf eines ATEX-Behälterprojekts

1

Betriebs- & Stoffdaten erfassen
Medium, Zoneneinteilung, Prozess, Druck, Temperatur, Aufstellung, Reinigung und Dokumentationsanforderungen werden aufgenommen.

2

Regelwerke & Verantwortlichkeiten klären
BOLZ INTEC prüft auf Grundlage der bereitgestellten Angaben, welche Anforderungen an den Behälter und seine Komponenten zu berücksichtigen sind.

3

Behälter & Ausstattung auslegen
Geometrie, Werkstoff, Erdung, Gestell, Rollen, Anschlüsse, Rührwerk, Sensorik und weitere Komponenten werden projektspezifisch festgelegt.

4

Behälter nach Anforderungen fertigen
Nach Freigabe der Konstruktion wird der Behälter entsprechend der abgestimmten Zeichnungen, Werkstoffe & Spezifikationen hergestellt.

5

Prüfungen durchführen
Die vereinbarten Fertigungs-, Funktions-, Dichtheits-, Druck-, Oberflächen- und Ableitfähigkeitsprüfungen werden entsprechend dem Prüfplan durchgeführt.

6

Dokumentation zusammenstellen
Die festgelegten Werkstoff-, Fertigungs-, Prüf- und Konformitätsunterlagen werden für die Übergabe zusammengestellt.

ATEX-Behälter nach Kundenspezifikation

Behälter für explosionsgefährdete Bereiche anfragen

Übermitteln Sie BOLZ INTEC die verfügbaren Angaben zu Medium, Ex-Zone, Druck, Temperatur, Behälterfunktion und Ausstattung.

Anschließend werden die Anforderungen geprüft und die nächsten Schritte für die technische Auslegung abgestimmt.

Häufige Fragen zum Explosionsschutz

Fragen & Antworten zu ATEX-Behältern

Als ATEX-Behälter werden Behälter bezeichnet, die für den Einsatz in einem explosionsgefährdeten Bereich ausgelegt sind. Die konkrete Ausführung richtet sich unter anderem nach der Gas- oder Staub-Ex-Zone, dem Medium, möglichen Zündquellen, aktiven Komponenten und der Einbindung in das Erdungs- und Potenzialausgleichskonzept.

Für Gase und Dämpfe werden die Zonen 0, 1 und 2 unterschieden. Für brennbare Stäube gelten die Zonen 20, 21 und 22. Die Einteilung richtet sich danach, wie häufig und wie lange eine explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann.

Ein passiver Behälter ohne eigene potenzielle Zündquelle ist im Regelfall kein Gerät im Sinne der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU und benötigt daher nicht automatisch eine eigene ATEX-Zertifizierung. Er muss dennoch für die vorgesehene Ex-Zone geeignet und in das betriebliche Erdungs- und Potenzialausgleichskonzept eingebunden sein.

Mit einem Rührwerksantrieb, Sensoren oder anderen aktiven Komponenten kann eine Gerätekombination entstehen. Die Komponenten müssen entsprechend der vorgesehenen Zone und Gerätekategorie ausgewählt, gekennzeichnet und dokumentiert werden.

Elektrostatische Ladungen, die beim Befüllen, Entleeren, Rühren oder Bewegen entstehen, müssen kontrolliert zur Erde abfließen können. Dazu ist ein durchgängiger Ableitpfad über Behälterkörper, Erdungsanschlüsse, Gestelle, Rollen und weitere Bauteile erforderlich.

Ja. Bei brennbaren Medien unter Überdruck können sowohl die Anforderungen des Explosionsschutzes als auch die Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU anzuwenden sein. Die Einstufung und Dokumentation werden anhand der konkreten Betriebsdaten festgelegt.

Benötigt werden insbesondere Angaben zu Medium und Stoffeigenschaften, Ex-Zonen innerhalb und außerhalb des Behälters, Druck, Temperatur, Volumen, Prozessfunktion, Aufstellung, Befüllung, Entleerung, aktiven Komponenten, Reinigung und gewünschtem Dokumentationsumfang.

Der Umfang richtet sich nach Behälterausführung und Kundenspezifikation. Möglich sind unter anderem Werkstoffzeugnisse, Zeichnungen, Schweißunterlagen, Prüfprotokolle, Erdungs- und Ableitfähigkeitsnachweise, Unterlagen zu aktiven Komponenten sowie erforderliche Konformitätsdokumente.

Ja. Für brennbare Pulver und Stäube können Behälter für die Staub-Ex-Zonen 20, 21 und 22 ausgelegt werden. Neben Erdung und Ableitfähigkeit werden unter anderem Staubentwicklung, Fließverhalten, Befüllung, Entleerung und Restentleerung berücksichtigt.

Ob eine Anpassung möglich und sinnvoll ist, hängt von der vorhandenen Konstruktion, den Werkstoffen, der Ausstattung, der vorgesehenen Zone und dem späteren Prozess ab. Der Behälter und die erforderlichen Änderungen müssen deshalb individuell geprüft werden.

Sie haben Fragen oder suchen Beratung zu ATEX-Behältern aus Edelstahl?

Ob erste technische Klärung, konkrete Spezifikation oder individuelle Anfrage: Wir unterstützen Sie bei der Auslegung Ihres Behälters passend zu Medium, Prozess & Produktionsumgebung.

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