Pulver- & Schüttgutbehälter aus Edelstahl von BOLZ INTEC
Kundenspezifische Behälter für Lagerung, Transport, Dosierung & Transfer – für Pharma, Spezialchemie, Kosmetik & Nahrungsergänzung
- Restentleerung als Konstruktionsziel: Konuswinkel, Auslaufgeometrie und produktberührende Oberflächen werden auf das Fließverhalten des Schüttguts abgestimmt, um Restmengen, Brückenbildung & Produktverluste möglichst gering zu halten.
- Reinigungsgerechte Ausführung: Behältergeometrie, Schweißnähte, Anschlüsse und Oberflächen werden auf das Produkt, die hygienischen Anforderungen und das vorgesehene Reinigungsverfahren abgestimmt.
- Vom Handgebinde bis zur Prozesslösung: Mobile Pulverbehälter, stationäre Schüttgutbehälter und kundenspezifische Transferlösungen werden entsprechend den jeweiligen Produkt- und Prozessanforderungen gefertigt.
Pulverhandling beginnt beim Behälter
Pulver, Granulate und andere Schüttgüter stellen besondere Anforderungen an Behältergeometrie, Entleerung, Oberflächenqualität und Prozessintegration. Ihr Verhalten wird unter anderem von Partikelgröße, Schüttdichte, Feuchtigkeit, Fließfähigkeit, Anhaftungsneigung und elektrostatischer Aufladung bestimmt.
BOLZ INTEC entwickelt und fertigt Pulver- und Schüttgutbehälter aus Edelstahl entsprechend dem jeweiligen Produkt und Prozess. Je nach Anwendung können die Behälter für die Zwischenlagerung, den innerbetrieblichen Transport, die Beschickung von Anlagen, die Dosierung oder die kontrollierte Produktübergabe ausgelegt werden.
Zum möglichen Spektrum gehören mobile und stationäre Behälter, Konusbehälter, Dosier- und Wiegebehälter sowie kundenspezifische Prozess- und Transferlösungen. Neben Werkstoff, Geometrie und Oberflächenqualität berücksichtigt BOLZ INTEC auch Ausläufe, Armaturen und Schnittstellen zu nachgelagerten Anlagen. So lässt sich die Behälterkonstruktion bereits in der Planungsphase auf die vorgesehene Produktübergabe und Dosierung abstimmen.
Warum Pulver & Schüttgüter eine individuelle Auslegung erfordern
Pulver und Granulate unterscheiden sich teilweise erheblich in ihrem Fließ- und Entleerungsverhalten. Selbst äußerlich ähnliche Schüttgüter können bei der Befüllung, Lagerung und Produktentnahme unterschiedliche Anforderungen an die Behälterkonstruktion stellen. Die geeignete Ausführung lässt sich deshalb nicht allein anhand des Volumens bestimmen, sondern muss die spezifischen Produkteigenschaften und den vorgesehenen Prozess berücksichtigen.
Fließfähigkeit & Kohäsion
Frei fließende Granulate benötigen eine andere Auslaufgeometrie als feine, kohäsive oder fetthaltige Pulver. Bei schlecht fließenden Produkten können Brücken, Schächte oder ungleichmäßige Austragsverläufe entstehen.
Schüttdichte & Verdichtung
Die Schüttdichte beeinflusst das erforderliche Behältervolumen und die mechanische Beanspruchung. Durch Transport, Vibration oder längere Lagerung kann sich das Produkt zusätzlich verdichten.
Partikelgröße & Partikelform
Korngröße, Kornverteilung und Partikelform beeinflussen Fließverhalten, Abrasivität, Staubentwicklung und Anhaftungsneigung.
Feuchtigkeit & Hygroskopie
Feuchtigkeitsempfindliche oder hygroskopische Produkte können verklumpen oder ihre Fließeigenschaften verändern. Verschluss, Dichtung und Prozessführung müssen darauf abgestimmt werden.
Anhaftung & Restmengen
Feine, elektrostatisch aufladbare oder fetthaltige Pulver können an Behälterwänden und Übergängen haften. Behältergeometrie und Oberflächenausführung können dazu beitragen, Rückstände zu reduzieren.
Explosions- & Zündgefahr
Brennbare Stäube können unter bestimmten Bedingungen explosionsfähige Atmosphären bilden. Die notwendige Ausführung ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung & dem Explosionsschutzkonzept der Anlage.
Zentrale Auslegungsfaktoren beim Pulverhandling
Die Eigenschaften des Schüttguts und die Anforderungen des Produktionsprozesses bestimmen gemeinsam die Behälterausführung. Die folgende Übersicht zeigt, welche konstruktiven Merkmale dabei insbesondere zu berücksichtigen sind.
| Auslegungsfaktor | Einfluss auf den Prozess | Mögliche konstruktive Konsequenz |
|---|---|---|
| Fließverhalten | Beeinflusst Entleerung, Dosierung sowie das Risiko von Brücken- und Schachtbildung | Produktspezifischer Konuswinkel, geeigneter Auslaufquerschnitt, asymmetrische Geometrie oder Vorbereitung für Austragshilfen |
| Anhaftungsneigung | Kann zu Restmengen, Produktverlusten und erhöhtem Reinigungsaufwand führen | Geschliffene, elektropolierte oder OGF®-optimierte Oberflächen sowie reinigungsgerechte Übergänge |
| Schüttdichte & Verdichtung | Beeinflusst Nutzvolumen, Belastung und Austragsverhalten | Angepasste Behälterabmessungen, mechanische Auslegung und geeignete Austragsgeometrie |
| Partikelgröße & Abrasivität | Wirkt sich auf Verschleiß, Dichtungen, Armaturen und Dosierverhalten aus | Passende Werkstoff-, Wandstärken-, Dichtungs- und Armaturenauswahl |
| Reinigung & Produktwechsel | Bestimmt Zugänglichkeit, Oberflächenqualität und konstruktive Gestaltung | Gut zugängliche Innenräume, bearbeitete Schweißnähte, geeignete Anschlüsse und abgestimmte Reinigungslösung |
| Staub- & Explosionsgefahr | Erfordert die Einbindung des Behälters in das Explosionsschutzkonzept der Gesamtanlage | Ableitfähige Ausführung, Erdungsanschlüsse sowie auf Ex-Zone und Prozess abgestimmte Komponenten |
| Befüllung & Produktübergabe | Beeinflusst Staubfreisetzung, Produktverlust und Anlagenintegration | Passende Einläufe, Ausläufe, Klappen, Andockstellen, Trichter oder geschlossene Transfersysteme |
| Transport & Handhabung | Bestimmt die sichere Bewegung und Positionierung des Behälters | Rollen, Fahrrahmen, Griffe, Stapleraufnahmen oder kundenspezifische Hebe- und Andockschnittstellen |
Bei hochwertigen, stark anhaftenden oder reinigungskritischen Pulvern können Behältergeometrie & Oberflächenqualität einen wesentlichen Einfluss auf Restmengen & Reinigungsaufwand haben. Bei brennbaren Stäuben müssen zusätzlich die vom Betreiber festgelegte Ex-Zone & das Explosionsschutzkonzept berücksichtigt werden.
Typische Anwendungen für Pulver- und Schüttgutbehälter
Rohstoffbereitstellung
Bereitstellung von Pulvern, Granulaten, Additiven oder Wirkstoffen für nachfolgende Produktionsschritte.
Zwischenlagerung
Temporäre Aufnahme von Rohstoffen, Zwischenprodukten oder fertig bearbeiteten Schüttgütern zwischen einzelnen Prozessstufen.
Innerbetrieblicher Transport
Transport des Produkts zwischen Lagerung, Dosierung, Mischen, Abfüllung und weiteren Bearbeitungsschritten.
Anlagenbeschickung
Kontrollierte Übergabe von Pulver oder Granulat an Mischer, Reaktoren, Rührwerksbehälter, Abfüllanlagen und andere Prozessmaschinen.
Dosierung & Verwiegung
Behälter können für die Integration in kundenseitige Wiege- und Dosiersysteme vorbereitet werden. Die konkrete Mess- und Dosiertechnik wird auf den Gesamtprozess abgestimmt.
Produktaufnahme
Aufnahme von Schüttgütern aus Mischern, Trocknern, Siebanlagen oder anderen Produktionsaggregaten.
Chargen- & Produktwechsel
Bei wechselnden Rezepturen können reinigungsgerecht ausgeführte Behälter und definierte Oberflächen dazu beitragen, Rückstände kontrollierbarer zu machen.
Behälterlösungen für unterschiedliche Aufgaben
Cone container
Schüttgut- & Prozessbehälter
Dosier- & Wiegebehälter
Mobile Transportbehälter
Geschlossene Transfer- & Containment-Systeme
Fass- & Sondertrichter
Stainless steel drums
Agitator tank
ATEX-gerechte Ausführungen
Kundenspezifische Sonderbehälter: Für bestehende Maschinen, begrenzte Einbauräume oder besondere Transferprozesse entwickelt BOLZ INTEC Behälter mit projektspezifischen Abmessungen, Schnittstellen und Handhabungselementen.
Befüllung, Austrag & Produktübergabe
Eine funktionsgerechte Behälterlösung muss auf die vor- und nachgelagerten Prozessschritte abgestimmt sein. Entscheidend sind deshalb nicht nur Behälterkörper und Volumen, sondern auch Befüllung, Auslaufgeometrie, Armaturen und die kontrollierte Produktübergabe. Bei Pulver- und Schüttgutprozessen beeinflusst das Zusammenspiel dieser Komponenten die Entleerung, Dosierung und Integration in die Produktionsanlage.
Befüllöffnungen & Deckelsysteme
Größe, Position und Ausführung der Befüllöffnung richten sich nach dem Zuführsystem, dem Produkt und den Anforderungen an Reinigung und Bedienung.
Konus- & Auslaufgeometrie
Konuswinkel, Übergänge und Auslaufquerschnitt werden entsprechend dem Fließverhalten und der vorgesehenen Austragsmenge festgelegt.
Auslaufarmaturen
Abhängig von Produkt und Prozess können geeignete Absperrklappen, Bodenablassventile oder spezielle Dosierventile vorgesehen werden. Auswahl und Integration erfolgen unter Berücksichtigung des Schüttgutverhaltens, der geforderten Austragsmenge und der vorhandenen Prozessschnittstellen.
Anschluss- & Andocksysteme
Tri-Clamp-, Rohr-, Flansch- oder projektspezifische Verbindungen ermöglichen die Einbindung in Maschinen, Leitungen, Dosiersysteme und geschlossene Transfersysteme.
Austragshilfen
Wenn die Behältergeometrie allein für das Produkt nicht ausreicht, können geeignete Austragshilfen oder Schnittstellen dafür vorgesehen werden. Die Auswahl erfolgt auf Grundlage des konkreten Schüttgutverhaltens.
Staubarme Produktübergabe
Geschlossene oder abgestimmte Übergabesysteme können die Staubfreisetzung beim Befüllen und Entleeren reduzieren. Ob ein vollständig geschlossenes Containment erforderlich ist, muss anhand der Gefährdung & der Prozessanforderungen bestimmt werden.
Vom Edelstahlbehälter zur kontrollierten Pulverdosierung
Bei der Verarbeitung von Pulvern und Granulaten kommt es auf das abgestimmte Zusammenspiel von Behältergeometrie, Produktaustrag und Dosiertechnik an. BOLZ INTEC entwickelt und fertigt kundenspezifische Edelstahlbehälter, Konusbehälter und Trichter, die auf die Eigenschaften des Schüttguts und die vorgesehenen Prozessschnittstellen abgestimmt werden.
Als exklusiver deutscher Vertriebspartner von CO.RA. Italy ergänzt BOLZ INTEC sein Portfolio um spezialisierte Absperrventile, Dosier- und Zuführsysteme. Damit können Behälterkonstruktion, Produktaustrag und nachgelagerte Prozesse bereits in der Planungsphase aufeinander abgestimmt werden – insbesondere für Anwendungen in Pharma, Spezialchemie, Kosmetik und der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln.
Hygienische Aufnahme, Lagerung und Transport von Pulvern und Granulaten.
BOLZ INTEC · EdelstahlfässerProduktspezifische Konus- und Auslaufgeometrien für die kontrollierte Entleerung.
BOLZ INTEC · Konusbehälter & TrichterVentil- und Dosiersysteme zur gezielten Steuerung des Materialflusses.
CO.RA. · Ventil- & DosiertechnikÜbergabe an nachgelagerte Misch-, Verarbeitungs- und Abfüllanlagen.
Kundenspezifische ProzessintegrationSchematische Prozessdarstellung. Ausführung und Komponenten richten sich nach Produkt und Anlagenkonzept.
Die geeignete Kombination aus Behälter, Auslaufgeometrie und Armatur hängt von den Eigenschaften des Schüttguts sowie den Anforderungen an Hygiene, Austragsmenge, Dosiergenauigkeit und Prozesssicherheit ab. BOLZ INTEC unterstützt die Abstimmung der Behälterschnittstellen und bietet über CO.RA. Germany Zugang zu passenden Ventil- und Dosierlösungen.
Welche Angaben für die Behälterkonstruktion benötigt werden
Für eine belastbare technische Auslegung sollten möglichst folgende Informationen vorliegen:
- Produktbezeichnung und vorgesehene Verwendung
- Partikelgröße und Korngrößenverteilung
- Schütt- und gegebenenfalls Stampfdichte
- Fließverhalten und Anhaftungsneigung
- Feuchtigkeitsgehalt und Hygroskopie
- abrasive, korrosive oder toxische Eigenschaften
- mögliche elektrostatische Aufladung
- Brennbarkeit und Explosionskenngrößen
- Nenn- und Nutzvolumen
- vorgesehene Befüll- und Entleerungsweise
- Anforderungen an die Produktübergabe, beispielsweise staubarme Förderung, geschlossenes Andocken oder definierte Prozessschnittstellen
- Reinigungsverfahren und Produktwechsel
- vorhandene Maschinen- und Anlagenanschlüsse
- mobile oder stationäre Verwendung
- Umgebungs- und Betriebstemperatur
- Druck- oder Vakuumanforderungen
- geforderte Prüfungen und Dokumentationen
Liegen noch nicht alle Daten vor, kann zunächst anhand der vorhandenen Produkt- & Prozessinformationen geklärt werden, welche Angaben für die weitere Auslegung benötigt werden.
Technische Ausführungen & Optionen
Abhängig vom Produkt und vom vorgesehenen Prozess können unter anderem folgende Merkmale berücksichtigt werden. Die konkreten technischen Grenzen ergeben sich aus Behälterart, Abmessungen, Werkstoff und anzuwendendem Regelwerk.
Behältergeometrien
Mobile & stationäre Ausführungen
Anschlüsse
Deckel & Verschlüsse
Ausläufe & Armaturen
Wiege- & Dosierintegration
Handhabung
Druck, Vakuum & Temperierung
Edelstahl & Sonderwerkstoffe für Schüttgutbehälter
1.4301 (AISI 304)
Vielseitig einsetzbarer austenitischer Edelstahl für Anwendungen mit moderater chemischer Beanspruchung.
1.4404 (AISI 316L)
Molybdänlegierter Edelstahl mit erhöhter Korrosionsbeständigkeit, der häufig für industrielle und hygienisch anspruchsvolle Behälter verwendet wird.
1.4435 (AISI 316L)
Austenitischer Edelstahl für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit und produktberührende Oberflächen.
1.4571 (AISI 316Ti)
Titanstabilisierter Edelstahl, der abhängig von Medium, Temperatur und Prozessumgebung eingesetzt werden kann.
1.4539 (AISI 904L)
Hochlegierter austenitischer Edelstahl für Anwendungen mit erhöhter chemischer und korrosiver Beanspruchung.
2.4602 Hastelloy C22
Für besonders aggressive Produkte oder Reinigungsmedien können ausgewählte Nickelbasislegierungen & weitere Sonderwerkstoffe geprüft werden.
Oberflächen für Restentleerung & Reinigung
Die Rauheit allein beschreibt das Verhalten einer Edelstahloberfläche gegenüber einem Pulver nicht vollständig. Neben dem Rauheitswert sind unter anderem Bearbeitungsrichtung, Topografie, Schweißnahtqualität, Übergänge und die Eigenschaften des Produkts relevant.
Walzblanke Oberflächen
Für weniger anspruchsvolle Anwendungen kann eine walzblanke Ausführung ausreichend sein.
Gebürstete oder geschliffene Oberflächen
Mechanisch bearbeitete Oberflächen können an die Anforderungen an Reinigung, Optik und Produktkontakt angepasst werden.
Elektropolierte Oberflächen
Durch Elektropolieren kann die Edelstahloberfläche elektrochemisch geglättet werden. Das Verfahren kann Reinigbarkeit und Korrosionsbeständigkeit unterstützen.
Optimized Grind Finishing®
Bei hochwertigen, anhaftenden oder reinigungskritischen Pulvern kann die Topografie der produktberührenden Edelstahloberfläche die Restentleerung und den Reinigungsaufwand beeinflussen. Mit Optimized Grind Finishing® (OGF®) bietet BOLZ INTEC ein spezielles Oberflächenbearbeitungsverfahren, das auf die Reduzierung von Produktanhaftungen und die Verbesserung der Reinigbarkeit ausgerichtet ist. Typische Oberflächenrauheiten liegen je nach Werkstoff und Ausführung im Bereich von Ra 0,2 bis 0,25 µm. Besonders hochwertige Ausführungen können nach technischer Prüfung auch geringere Rauheitswerte erreichen. Die tatsächliche Wirkung hängt von den Eigenschaften des jeweiligen Pulvers und den Prozessbedingungen ab.
- Partikelanhaftungen zu reduzieren,
- die Restentleerung zu verbessern,
- Produktverluste zu verringern,
- die Reinigung zu erleichtern,
- Chargen- und Produktwechsel kontrollierter durchzuführen.
Die Eignung und der wirtschaftliche Nutzen werden anhand des konkreten Produkts und des vorgesehenen Prozesses bewertet.
ATEX-Anforderungen bei Pulver- & Schüttgutprozessen
Bei brennbaren Stäuben muss geprüft werden, ob während der Befüllung, Lagerung, Bewegung oder Entleerung eine explosionsfähige Atmosphäre entstehen kann. Dafür sind unter anderem die Eigenschaften des Produkts, die mögliche Staubkonzentration, Zündquellen und die Einbindung in die Gesamtanlage relevant.
Je nach Gefährdungsbeurteilung können beispielsweise folgende Aspekte berücksichtigt werden:
- elektrisch leitfähige Behälterkonstruktion,
- definierte Erdungsanschlüsse,
- leitfähige oder ableitfähige Komponenten,
- Vermeidung isolierter leitfähiger Bauteile,
- geeignete Rollen, Dichtungen und Anbauteile,
- dokumentierte Einbindung in das Erdungskonzept,
- Abstimmung auf die festgelegte Zone und Gerätekategorie.
Ein Edelstahlbehälter ist nicht allein aufgrund seines Werkstoffs automatisch für eine bestimmte ATEX-Zone geeignet. Die erforderliche Ausführung muss anhand der konkreten Anwendung und des Explosionsschutzkonzepts festgelegt werden.
Hygienische & reinigungsgerechte Ausführung
Bei sensiblen Pulvern und häufigen Produktwechseln beeinflusst die Behälterkonstruktion den späteren Reinigungsaufwand. Übergänge, Schweißnähte, Anschlüsse, Dichtungen und Oberflächen werden deshalb entsprechend dem vorgesehenen Reinigungsverfahren ausgeführt.
Mögliche Anforderungen sind:
- gut zugängliche Innenräume,
blecheben bearbeitete Schweißnähte,
reinigungsgerecht ausgeführte Übergänge,
definierte produktberührende Oberflächen,
demontierbare oder reinigbare Anschlüsse,
geeignete Dichtungswerkstoffe,
Vermeidung schwer zugänglicher Bereiche,
Anschlüsse für kundenseitige Reinigungssysteme.
Ob eine CIP-Reinigung sinnvoll und technisch möglich ist, hängt von Behältergeometrie, Einbauten, Reinigungsmedium und dem gesamten Reinigungskonzept ab. Die Bezeichnung „CIP-fähig“ sollte deshalb nur für eine entsprechend ausgelegte und geprüfte Gesamtlösung verwendet werden.
Branchen & Produkte
Pulver- und Schüttgutbehälter von BOLZ INTEC können unter anderem für folgende Anwendungsfelder ausgelegt werden:
Pharma & Biotech
Wirkstoffe, Hilfsstoffe, Zwischenprodukte und sensible pulverförmige Ausgangsstoffe.
Specialty chemicals
Additive, Pigmente, Katalysatoren, Granulate und weitere chemische Schüttgüter.
Cosmetics
Pigmente, Puder, mineralische Rohstoffe, Additive und pulverförmige Bestandteile kosmetischer Rezepturen.
Research & Development
Kleine Chargen, Versuchsprodukte, Scale-up-Prozesse und kundenspezifische Pilotanlagen.
Food supplements
Vitamine, Mineralstoffe, Pflanzenextrakte, Proteinmischungen und weitere Rohstoffe für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln. Hygienische Edelstahlbehälter und abgestimmte Austrags- und Dosierlösungen unterstützen die Verarbeitung empfindlicher und hochwertiger Pulver und Granulate.
Prüfung & Dokumentation
Der erforderliche Prüf- & Dokumentationsumfang wird entsprechend der Behälterausführung, der Anwendung & der Kundenspezifikation festgelegt. Möglich sind unter anderem:
Sicht- & Maßprüfung
Kontrolle von Geometrie, Anschlüssen, Schweißnähten und ausgeführten Komponenten.
Dichtheitsprüfung
Prüfung des Behälters und der Verbindungen entsprechend den vereinbarten Anforderungen.
Schweißnahtprüfung
Abhängig von Konstruktion und Spezifikation können Sicht-, Eindring-, Röntgen- oder Ultraschallprüfungen durchgeführt werden.
Werkstoffverifizierung
Spektralanalysen oder PMI-Prüfungen können zur Überprüfung eingesetzter Werkstoffe verwendet werden.
Oberflächenprüfung
Rauheitsmessungen und weitere Prüfungen dokumentieren die definierte Oberflächenqualität.
Fertigungsdokumentation
Der Umfang kann Zeichnungen, Werkstoffnachweise, Schweißunterlagen, Prüfprotokolle und Oberflächendokumentationen umfassen.
Warum BOLZ INTEC für Pulver- und Schüttgutbehälter?
Kundenspezifische Konstruktion
Behältergeometrie, Auslauf, Anschlüsse, Oberfläche und Handhabung werden auf Produkt und Prozess abgestimmt.
Erfahrung mit sensiblen Produkten
BOLZ INTEC fertigt Behälter für anspruchsvolle Anwendungen in Pharma, Biotechnologie, Spezialchemie und Kosmetik.
High vertical integration
Zentrale Arbeitsschritte von Konstruktion und Edelstahlverarbeitung bis zur Oberflächenbearbeitung und Qualitätssicherung werden am eigenen Standort ausgeführt.
Eigene Oberflächenkompetenz
Mechanisches Schleifen, Elektropolieren und OGF® ermöglichen auf den Prozess abgestimmte produktberührende Oberflächen.
Edelstahl & Sonderwerkstoffe
Neben verschiedenen Edelstählen verarbeitet BOLZ INTEC ausgewählte Sonderwerkstoffe für besondere chemische und prozesstechnische Anforderungen.
Ergänzende Ventil- & Dosiertechnik
Als exklusiver deutscher Vertriebspartner von CO.RA. Italy ergänzt BOLZ INTEC die eigene Behälterkompetenz um spezialisierte Absperrventile, Dosier- und Zuführsysteme für Pulver und Granulate.
Einzelstücke & Kleinserien
Sowohl individuelle Einzelanfertigungen als auch wiederkehrende Behälterausführungen können nach freigegebener Spezifikation gefertigt werden.
Nachvollziehbare Qualität
Dokumentierte Werkstoffe, Fertigungsschritte und Prüfungen unterstützen die Rückverfolgbarkeit und reproduzierbare Fertigung.
Ablauf eines Pulverbehälterprojekts
Produkt & Prozess erfassen
Zunächst werden die Eigenschaften des Pulvers oder Schüttguts sowie Befüllung, Lagerung, Transport und Entleerung betrachtet.
Schnittstellen definieren
Anschlüsse, Ausläufe, Armaturen & Andock-systeme werden festgelegt. Bei Bedarf wird auch die Einbindung von Absperr- & Dosiertechnik in den Gesamtprozess berücksichtigt.
Behälter auslegen
Auf Grundlage der Anforderungen werden Geometrie, Volumen, Konuswinkel, Auslauf, Werkstoff und Ausstattung bestimmt.
Oberfläche & Reinigung abstimmen
Die Oberflächenausführung wird passend zu Anhaftungsneigung, Reinigungsverfahren und Produktwechsel festgelegt.
Sicherheitsanforderungen berücksichtigen
ATEX-, Druck-, Hygiene- und weitere regulatorische Anforderungen werden projektspezifisch geprüft.
Fertigen, prüfen & dokumentieren
Nach Freigabe wird der Behälter nach Spezifikation gefertigt. Prüfungen und Dokumentation richten sich nach dem vereinbarten Leistungsumfang.
Pulver- oder Schüttgutbehälter nach Maß anfragen
Übermitteln Sie BOLZ INTEC die bekannten Angaben zu Produkt, Volumen, Fließverhalten, Befüllung, Entleerung und Reinigung.
Auf dieser Grundlage werden die technischen Anforderungen geprüft und die nächsten Schritte für eine geeignete Behälterlösung abgestimmt.
Fragen & Antworten zu Pulver- & Schüttgutbehältern
Die geeignete Bauform hängt vom Produkt und vom Prozess ab. Je nach Anwendung kommen Konusbehälter, Transportbehälter, Edelstahlfässer, Dosierbehälter oder kundenspezifische Prozessbehälter infrage.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Maßgeblich sind unter anderem Fließfähigkeit, Partikelgröße, Schüttdichte, Reibungsverhalten, Feuchtigkeit und Anhaftungsneigung. Der Konuswinkel wird deshalb produktspezifisch festgelegt.
Eine geeignete Geometrie kann das Risiko von Brücken- oder Schachtbildung reduzieren. Ob zusätzliche Austragshilfen erforderlich sind, hängt vom Produkt, vom Auslauf und von den Betriebsbedingungen ab.
Das richtet sich nach Anhaftungsneigung, Abrasivität, Reinigungsanforderung und Produktwert. Möglich sind unter anderem walzblanke, geschliffene, elektropolierte oder OGF®-optimierte Oberflächen.
OGF® optimiert die Topografie der produktberührenden Edelstahloberfläche. Dadurch können Partikelanhaftung und Restmengen reduziert sowie Reinigung und Produktwechsel unterstützt werden.
Eine ATEX-gerechte Ausführung ist abhängig von der Gefährdungsbeurteilung und der vorgesehenen Verwendung möglich. Zone, Gerätekategorie, Erdung, Komponenten und Einbindung in die Gesamtanlage müssen projektspezifisch festgelegt werden.
Ja. Je nach Anwendung sind Ausführungen mit Rollen, Fahrgestell, Griffen, Stapleraufnahmen oder weiteren Handhabungselementen möglich.
Ja. Behälter können mit geeigneten Ausläufen, Flanschen und Schnittstellen für kundenseitige Wäge-, Dosier- und Andocksysteme vorbereitet werden.
Eine Auslegung für automatisierte Nassreinigung ist grundsätzlich möglich. Ob der Behälter innerhalb des konkreten Systems CIP-fähig ist, hängt jedoch von Geometrie, Einbauten, Reinigungsmedien und dem gesamten Reinigungskonzept ab.
Hilfreich sind Produktdaten, Schüttdichte, Partikelgröße, Fließverhalten, Volumen, Befüll- und Entleerungsweise, Reinigungsverfahren, vorhandene Schnittstellen sowie Sicherheits- und Dokumentationsanforderungen.
Ja. BOLZ INTEC fertigt kundenspezifische Einzelstücke und wiederkehrende Ausführungen in bedarfsgerechten Kleinserien.
Abhängig von Projekt und Spezifikation können Zeichnungen, Werkstoffnachweise, Schweißunterlagen, Prüfprotokolle und Oberflächendokumentationen bereitgestellt werden.
Ja. BOLZ INTEC fertigt Edelstahlbehälter mit geeigneten Ausläufen, Flanschen und Schnittstellen zur Integration in Wäge-, Dosier- und Andocksysteme. Ergänzend können Absperr- und Dosiersysteme von CO.RA. berücksichtigt werden. Die Auswahl richtet sich nach dem Schüttgut, der gewünschten Dosiergenauigkeit und den Anforderungen der Produktionsanlage.
Die Auswahl hängt unter anderem von Fließverhalten, Partikelgröße, Abrasivität, Austragsmenge sowie Hygiene- und Dichtheitsanforderungen ab. Je nach Anwendung kommen beispielsweise Absperrklappen, Drehventile oder spezielle Dosierventile infrage. BOLZ INTEC bietet über CO.RA. Germany entsprechende Ventil- und Dosiersysteme an.
Ja. Bei kundenspezifischen Projekten können Behältergeometrie, Auslauf, Anschlüsse sowie geeignete Ventil- und Dosiersysteme aufeinander abgestimmt werden. Dadurch lassen sich die Anforderungen an Produktaustrag, Materialfluss und Anlagenintegration bereits bei der technischen Planung berücksichtigen.
Sie haben Fragen oder suchen Beratung zu Pulver- & Schüttgutbehältern?
Ob erste technische Klärung, konkrete Spezifikation oder individuelle Anfrage: Wir unterstützen Sie bei der Auslegung Ihres Behälters passend zu Medium, Prozess & Produktionsumgebung.